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WSOP 2023: DER DRUCK STEIGT

July 8, 2023 3 min Read

Am Freitag fiel in Las Vegas der Startschuss zum ersten von
zwei zweiten Spieltagen beim 2023 Main Event der World Series of Poker. Mit 3.900
Spielerinnen und Spielern aus den Flights A, B und C waren die beiden Turniersäle
im Horseshoe bis auf den letzten Platz gefüllt, dazu kam ein großer Bereich im
Convention Center des Paris Hotel & Casino.

Über die Late-Registration, die noch für die Level 6 und 7
geöffnet war, kauften sich an Tag 2ABC weitere 196 Spielerinnen und Spieler ein,
so dass beim Rekordturnier mittlerweile die Marke von 9.500 geknackt wurde. Die
Endgültige Zahl steht erst morgen mit dem Ende von Level 7 an Tag 2D fest. Gerüchten
zu Folge hat sich wohl auch Deutschlands Nummer eins und GGPoker Ambassador Fedor
für die Late-Registration entscheiden, nachdem er in diesem Jahr eigentlich
nicht zur WSOP fliegen wollte. Bestätigt ist das allerdings nicht.




Kommen wir damit aber zum gestrigen Spieltag, der aus
deutschsprachiger Sicht zufriedenstellend lief. Tim van Loo (16. Platz) mischt
mit 531.500 Chips sogar in der Top 20 mit. Sehr zufrieden werden auch die
Österreicher Hannes Speiser (445.500) und Johannes Lehner (389.000) sowie Leonard
Maue (382.500), SPORT1-Streamer Rene Majed (360.000) und GGPoker-Qualifikant
Nils Pudel (332.000) den Spielsaal verlassen haben.

Ein Auf und AB erlebte Geburtstagskind Jens „Knossi“ Knossalla.
Der Twitch-Streamer stand in Level 7 kurz vor dem Aus, riverte aber mit Ace Ten
gegen Ace Jack eine Zehn zum siegbringenden Paar. Auch danach blieb es ein
zäher Kampf um jeden Chip, ehe ein weiterer Verdoppler in der Schlussphase
etwas Luft für den 37-Jährigen brachte. Letztlich beendete Knossi den Spieltag nach
über zwölf Stunden mit 136.500 Chips.

Rene Majed dagegen hielt phasenweise einen Stack von 430.000
Chips, der zur Dinnerbreak für die Top 5 gereicht hatte. Majed profitierte
lange Zeit vom extremen „Loose Aggressive“-Stil von Martin Zamani, der im Jahr
2022 in den Skandal um Bryn Kenney verwickelt war. Für Streaming-Kollege Jan Wagner
lief es nicht ganz so gut, aber 221.500 Chips (88 Big Blinds) geben alle
Möglichkeiten für den weiteren Turnierverlauf.




An der Spitze gab es zu später Stunde etwas ratlose
Gesichter. Als Chipleader wurde zunächst der Brite Christopher Brammer (879.000)
geführt, als Stunden später dann die kompletten Zahlen vorlagen, stand der Arnaud
Mattern (975.000) auf Platz eins. Dem Franzosen ist das zuzutrauen, aber es
verwundert doch, dass ein EPT-Champion mit einem riesigen Stack so unbemerkt
durch den Tag kommen kann.

Unter den 1.877 Spielern, die Tag 3 erreicht haben sind
unter anderem auch Patrik Antonius, Poker-Urgestein Billy Baxter, Back-to-Back
WSOP Champion Johny Chan und der ehemalige Weltklasse-Fußballer Sergio Agüero.

Hier einige ausgewählte Chipstände zu Spieltag 2ABC:

1. Arnaud Mattern (Frankreich), 975.000

2. Christopher Brammer (GB), 879.000

10. Patrik Antonius (Finnland), 584.500

16. Tim Van Loo (Deutschland), 531.500

33. Stephen Chidwick (GB), 472.500

50. Hannes Speiser (Österreich), 445.500

65. Billy Baxter (USA), 434.000)

66. Doug Polk (USA), 433.000

98. Johannes Lehner (Österreich), 389.000

106. Leonard Maue (Deutschland), 382.500

117. Johnny Chan (USA), 372.500

134. Rene Majed (Deutschland), 360.000

175. Nils Pudel (Deutschland), 332.000

207. Stefan Lehner (Österreich), 308.000

228. Paul Krüger (Deutschland), 301.500

245. Zae Yoo (Deutschland), 296.000

271. Fabian Schmidt (Österreich), 286.000

311. Christopher Arends (Deutschland), 270.500

397. Dominik Nitsche (Deutschland), 246.000

402. Jeff Gross (USA), 244.00

405. Daniel Grassi (Österreich), 243.000

441. Sergio Aguero (Argentinien), 237.000

456. Thomas Tomczyk (Deutschland), 231.500

478. Rainer Kempe (Deutschland), 225.500

507. Jan Wagner (Deutschland), 221.500

577. Tom Kunze (Deutschland), 207.000

578. Wojciech Barzantny (Deutschland), 206.500

590. Niko Koop (Deutschland), 205.000

615. Samuel Mullur (Deutschland), 202.000

636. Daniel Vehrling (Deutschland), 198.000

672. Alexandre Vuilleumier (Schweiz), 189.000

779. Kevin Gattes (Deutschland), 172.500

831. Manig Loeser (Deutschland), 163.500

836. Leon Sturm (Deutschland), 163.000

991. Andreas Klatt (Deutschland), 142.500

1.036.  Jens Knossalla   (Deutschland), 136.500

1.129. Thang Nguyen (Deutschland), 123.000

1.139. Fabian Quoss (Deutschland), 121.500

1.259. Björn Bruns (Deutschland), 106.500

1.345. Christoph Vogelsang (Deutschland), 95.500

1.455. Yannick Schumacher (Deutschland), 81.500

1.550. Claas Segebrecht (Deutschland), 71.000

1.805. Finn Zwad (Deutschland), 36.500

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