WSOP 2023: DER DRUCK STEIGT

Am Freitag fiel in Las Vegas der Startschuss zum ersten von
zwei zweiten Spieltagen beim 2023 Main Event der World Series of Poker. Mit 3.900
Spielerinnen und Spielern aus den Flights A, B und C waren die beiden Turniersäle
im Horseshoe bis auf den letzten Platz gefüllt, dazu kam ein großer Bereich im
Convention Center des Paris Hotel & Casino.
Über die Late-Registration, die noch für die Level 6 und 7
geöffnet war, kauften sich an Tag 2ABC weitere 196 Spielerinnen und Spieler ein,
so dass beim Rekordturnier mittlerweile die Marke von 9.500 geknackt wurde. Die
Endgültige Zahl steht erst morgen mit dem Ende von Level 7 an Tag 2D fest. Gerüchten
zu Folge hat sich wohl auch Deutschlands Nummer eins und GGPoker Ambassador Fedor
für die Late-Registration entscheiden, nachdem er in diesem Jahr eigentlich
nicht zur WSOP fliegen wollte. Bestätigt ist das allerdings nicht.
Kommen wir damit aber zum gestrigen Spieltag, der aus
deutschsprachiger Sicht zufriedenstellend lief. Tim van Loo (16. Platz) mischt
mit 531.500 Chips sogar in der Top 20 mit. Sehr zufrieden werden auch die
Österreicher Hannes Speiser (445.500) und Johannes Lehner (389.000) sowie Leonard
Maue (382.500), SPORT1-Streamer Rene Majed (360.000) und GGPoker-Qualifikant
Nils Pudel (332.000) den Spielsaal verlassen haben.
Ein Auf und AB erlebte Geburtstagskind Jens „Knossi“ Knossalla.
Der Twitch-Streamer stand in Level 7 kurz vor dem Aus, riverte aber mit Ace Ten
gegen Ace Jack eine Zehn zum siegbringenden Paar. Auch danach blieb es ein
zäher Kampf um jeden Chip, ehe ein weiterer Verdoppler in der Schlussphase
etwas Luft für den 37-Jährigen brachte. Letztlich beendete Knossi den Spieltag nach
über zwölf Stunden mit 136.500 Chips.
Rene Majed dagegen hielt phasenweise einen Stack von 430.000
Chips, der zur Dinnerbreak für die Top 5 gereicht hatte. Majed profitierte
lange Zeit vom extremen „Loose Aggressive“-Stil von Martin Zamani, der im Jahr
2022 in den Skandal um Bryn Kenney verwickelt war. Für Streaming-Kollege Jan Wagner
lief es nicht ganz so gut, aber 221.500 Chips (88 Big Blinds) geben alle
Möglichkeiten für den weiteren Turnierverlauf.
An der Spitze gab es zu später Stunde etwas ratlose
Gesichter. Als Chipleader wurde zunächst der Brite Christopher Brammer (879.000)
geführt, als Stunden später dann die kompletten Zahlen vorlagen, stand der Arnaud
Mattern (975.000) auf Platz eins. Dem Franzosen ist das zuzutrauen, aber es
verwundert doch, dass ein EPT-Champion mit einem riesigen Stack so unbemerkt
durch den Tag kommen kann.
Unter den 1.877 Spielern, die Tag 3 erreicht haben sind
unter anderem auch Patrik Antonius, Poker-Urgestein Billy Baxter, Back-to-Back
WSOP Champion Johny Chan und der ehemalige Weltklasse-Fußballer Sergio Agüero.
Hier einige ausgewählte Chipstände zu Spieltag 2ABC:
1. Arnaud Mattern (Frankreich), 975.000
2. Christopher Brammer (GB), 879.000
10. Patrik Antonius (Finnland), 584.500
16. Tim Van Loo (Deutschland), 531.500
33. Stephen Chidwick (GB), 472.500
50. Hannes Speiser (Österreich), 445.500
65. Billy Baxter (USA), 434.000)
66. Doug Polk (USA), 433.000
98. Johannes Lehner (Österreich), 389.000
106. Leonard Maue (Deutschland), 382.500
117. Johnny Chan (USA), 372.500
134. Rene Majed (Deutschland), 360.000
175. Nils Pudel (Deutschland), 332.000
207. Stefan Lehner (Österreich), 308.000
228. Paul Krüger (Deutschland), 301.500
245. Zae Yoo (Deutschland), 296.000
271. Fabian Schmidt (Österreich), 286.000
311. Christopher Arends (Deutschland), 270.500
397. Dominik Nitsche (Deutschland), 246.000
402. Jeff Gross (USA), 244.00
405. Daniel Grassi (Österreich), 243.000
441. Sergio Aguero (Argentinien), 237.000
456. Thomas Tomczyk (Deutschland), 231.500
478. Rainer Kempe (Deutschland), 225.500
507. Jan Wagner (Deutschland), 221.500
577. Tom Kunze (Deutschland), 207.000
578. Wojciech Barzantny (Deutschland), 206.500
590. Niko Koop (Deutschland), 205.000
615. Samuel Mullur (Deutschland), 202.000
636. Daniel Vehrling (Deutschland), 198.000
672. Alexandre Vuilleumier (Schweiz), 189.000
779. Kevin Gattes (Deutschland), 172.500
831. Manig Loeser (Deutschland), 163.500
836. Leon Sturm (Deutschland), 163.000
991. Andreas Klatt (Deutschland), 142.500
1.036. Jens Knossalla (Deutschland), 136.500
1.129. Thang Nguyen (Deutschland), 123.000
1.139. Fabian Quoss (Deutschland), 121.500
1.259. Björn Bruns (Deutschland), 106.500
1.345. Christoph Vogelsang (Deutschland), 95.500
1.455. Yannick Schumacher (Deutschland), 81.500
1.550. Claas Segebrecht (Deutschland), 71.000
1.805. Finn Zwad (Deutschland), 36.500




